Jean-Christophe Rufin

Der französische Arzt und Schriftsteller Jean-Christophe Rufin wurde 1952 in Bourges geboren und wuchs bei seinen Großeltern auf, da sein Vatger die Familie schon früh verlassen hatte und die Mutter als Journalistin in Paris ihren Lebensunterhalt verdienen musste. Sein Großvater war im Ersten Weltkrieg als Arzt tätig gewesen und wurde während der Besetzung Frankreichs 1940 für zwei Jahre ins KZ Buchenwald deportiert, weil er Mitglieder der Résistance in seinem Haus versteckt hatte.

Jean-Christophe Rufin studierte Medizin an der Pitié-Salpêtrière in Paris und zudem am Institut détudes politiques. Als junger Arzt arbeitete er am Hôpital Rothschild. Obwohl auf Neurologie spezialisiert, praktizierte er als Gynäkologe. Seinen Militärdinest leistete er 1976 in Tunesien ab.

Er arbeitete an verschiedenen Pariser Kraneknhäusern, teilweise in leitender Funktion, aber auch in der Krankenhausverwaltung. Er war eine Zeit lang Vizepräsident der fanzösischen Abteilung der Ärzte ohen Grenzen und wurde 2005 Präsident der Menschrechts-Gesellschaft Action Contre la Faim.

Rufin ist auch Namensträger des Rufin-Reports von 2004, einer Studie über Antisemitismus in Frankreich, die 2003 vom damaligen französischen Innenministers Dominique de Villepin bei ihm in Auftrag gegeben wurde. 2007 wurde Rufin französischer Botschafter in Dakar im Senegal und bis 2010 auch in Gambia.

Seit 1997 verfasste Rufin auch Romane und Essays für die er zum Teil auch mit Preisen ausgezeichnet wurde. So erhielt er für seinen ersten historischen Roman L’Abyssin (dt. Der Abessinier) 1997 der Prix Goncourt du premier Roman, Prix Méditerranée. Zu den Themen seiner Romane, die immer wieder auftauchen, gehören die Dritte Welt und der Umweltschutz, die sowohl in seinen historischen als auch in seinen zeitgenössischen Werken immer wieder auftauchen. 2008 wurde Rufin zum Mitglied in die Académie française gewählt.

Historische Romane von Jean-Christophe Rufin:

Weitere Romane von Jean-Christophe Rufin:

  • (1999) Tage in Asmara
    Asmara et les causes perdues
  • (2004) Globalia
    Globalia
  • (2005) La Salamandre
  • (2007) 100 Stunden
    Le Parfum d’Adam
  • (2010) Zwischen zwei Fronten
    Katiba
  • (2015) Check-point