Der Sohn von Jan Guillou

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2016unter dem Titel „Äkta Amerikanska Jeans“,deutsche Ausgabe erstmals 2018, 432 Seiten.ISBN 3-453-27031-2.Übersetzung ins Deutsche von Lotta Rüegger, Holger Wolandt.

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Kurzgefasst:

Schweden in den 1950er-Jahren: Eric, der Enkel von Oscar Lauritzen, lebt mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Axel im vornehmen Stockholmer Vorort Saltsjöbaden. Er führt das behütete Leben der Oberschicht, fernab von aller Armut und Not. Als Erics Vater sich als ungeeignet erweist, das riesige Familienimperium Lauritzen zu übernehmen, fällt die Wahl auf den jungen Eric. In den Augen seines Großvaters besitzt er den nötigen Ehrgeiz, den eine solche Position verlangt. Eric setzt fortan alles daran, den Ansprüchen zu genügen, doch ein tragisches Ereignis zerstört alle Pläne. Plötzlich mittellos geworden, muss Eric seinen Weg finden. Doch er wäre kein echter Lauritzen, wenn ihm das nicht bravourös gelänge.

Ihre Meinung zu »Jan Guillou: Der Sohn«

Steffen Löbel zu »Jan Guillou: Der Sohn«04.05.2018
Die Familien-Saga geht weiter und führt uns nun schon in die fünfziger Jahre. Der Hauptheld dieses Romans scheint der Autor selbst zu sein oder zumindest starke autobiographische Züge zu haben. Irgendwie war es bisher so, dass mir die "ungeraden" Bände besser gefallen haben, also Band 1 ("Die Brückenbauer" im kalten Norwegen und heißen Afrika), Band 3 ("Die Heimkehrer" im Deutschland der 20er und Schweden der 30er Jahre) und Band 5 ("Die Schwestern" im Zweiten Weltkrieg). Trotz der durchaus weiterhin spannenden Erzählweise kann ich mich für die 50er Jahre nicht so richtig begeistern. Mein persönlicher Höhepunkt des Bandes war denn auch die Reise mit Opa Oscar nach Afrika und dessen Wiedersehen mit seinem indischen Geschäftspartner von vor 1914. Das hat mich dann gleich dazu animiert, den "Afrika-Teil" von Band 1 nochmals nachzulesen. Aber egal, wieviele Bände es noch gibt (im Schwedischen mindestens noch einen): ich werde die Familien-Saga weiter verfolgen. Dazu stecke ich einfach zu sehr "mitten drin" - und an die Einordnung durch den Autor (Deutsche positiv, Engländer negativ) kann man sich auch gewöhnen, ohne dies zu bitterernst zu nehmen. In Belgien werden seine Werke bestimmt eh nicht verkauft...
Mohnblume zu »Jan Guillou: Der Sohn«21.01.2018
Eine packende und Bildgewaltige Familiengeschichte
( von Arietta)

Meine Meinung:
Zum Autor:
Jan Gulilluo, versteht es wie immer einem in den Bann seiner Geschichten zu ziehen, auch mit seinem 6. Band „ Der Sohn“, seiner Brückenbauernreihe, den man eigentlich auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Er hat mit seinem 6. Band den vorherigen „ Die Schwestern, noch getoppt. Es war ein fach fantastisch in das Leben von Eric Kindheit und Jugend einzutauchen und alles aus seinem Blickwinkel die Familie Lauritzen zu betrachten. Er ließ einem so richtig tief abtauchen in die 50er Jahre – bis 1968 und seinen Politischen und Sportlichen Ereignissen. Vieles kam mir beim Lesen wieder in Erinnerung und lebte noch einmal neu auf. Sein Schreib und Erzählstil ist sehr flüssig, temporeich, Bildhaft und mitreißend. Die Dramaturgie und Geschichtliche Recherche und sein Spannungsbogen, flachte nie ab, alles ist perfekt. Seine Figuren wirken real und sehr lebendig, sodass es einem leichtfiel sich in manche seiner Protagonisten hinzu versetzen, sie zu lieben oder zu hassen. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, man konnte hinter so manche wahre Fassade schauen und an ihren Gefühlen teilhaben. Ein gelungener und Informativer Roman, ich hoffe das ich noch so manches von ihm zu lesen bekomme.

Zum Inhalt:
Ich mochte Eric auf Anhieb und fand es schön und interessant mit ihm in seine Kindheit und Jugend abzutauchen und alles aus seinem Blickwinkel zu betrachten. Sein Großvater Oskar, der große Stücke auf ihn hält und ihm sein Imperium vermachen will, da nur er ihn fähig finde es weiterzuführen. Kein Wunder das er kein Vertrauen in Eric Vater Harry setzt, ein nichtsnutziger Mensch der Eric gerne verprügelt, oh wie habe ich diesen Mann gehasst. Eric Mutter dagegen hat ein großes Herz und liebt ihre Kinder über alles. Doch mit Großvater plötzlichen Oscar Tod, fällt und bricht alles zusammen. Harry haut mit dem größten teil des Erbes ab und lässt seine Frau uns seine beiden Söhne zurück. Gut das Eric dank seines Ehrgeizes ob Schule oder im Sport, er hat eine große Schwimmkarriere vor sich nicht unterkriegen lässt, egal was er tut er fällt immer wieder auf die Füße. Auch wenn er in machen Schlamassel gerät und fast auf der schiefen Bahn landet. Eric Mutter als sie vor den Trümmer ihrer Familie und Ehe steht, krempelte die Ärmel hoch und ist sich für keine Arbeit zu Schade. Es war sehr schön Eric und seine Familie auf ihren Spuren zu Folgen und das ganze aus seinen Augen kennen zu lernen.
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