Die Rose von Asturien von Iny Lorentz
Buchvorstellung und Rezension
Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel „Die Rose von Asturien“, , 750 Seiten. ISBN 3-426-66243-4.
Kurzgefasst:
Asturien im anbrechenden Mittelalter: Einst hatte Graf Roderich einen Rivalen getötet und dessen Tochter Maite gefangen genommen. Zwar konnte das Mädchen damals fliehen, doch ihr Hass auf den Grafen und seine Sippe ist nie erloschen. Als Maite nun erfährt, dass die Tochter dieses Grafen den Halbbruder des Frankenkönigs heiraten soll, ersinnt sie einen raffinierten Plan. Zunächst gelingt ihre Rache, doch Maite hat die Rechnung ohne die Liebe gemacht …
Das meint Histo-Couch.de: „Wenn aus Hass eine Freundschaft wächst“
von Rita Dell'Agnese
Mit Die Rose von Asturien stellt das Autorenpaar Elmar und Iny Lorentz eindrücklich unter Beweis, dass Kritiken und Anregungen durchaus Echo und ihren Niederschlag in den neuen Werken finden. Länger als jeder „Iny Lorentz“ zuvor kommt Die Rose von Asturien als ausgereifter Historischer Roman daher, der sich nicht einfach in ein gängiges Klischee pressen lässt. Angesiedelt hat das Autorenpaar seinen jüngsten Roman im angehenden Mittelalter in der unwirtlichen Gegend der Pyrenäen. Hier leben verschiedene Waskonen-Stämme, die von einem starken Anführer, Iker, geleitet werden. Als dieser bei einem Raubzug auf die Schafherden des Asturischen Grafen Roderich getötet wird, schwört seine Tochter Maite Rache. Das Mädchen wird aber zunächst von Graf Roderich in dessen Burg mitgenommen, wo sie der nahezu gleichaltrigen Prinzessin Ermingilda als Sklavin und Gefährtin dienen soll. Die Begegnung der beiden Kinder wird zum Fiasko. Maite flieht. Jahre später soll die zu einer Schönheit herangewachsene Ermingilda mit Eward, dem Bruder des Frankenkönigs Karl vermählt werden, um dessen Macht in Nordspanien zu festigen. Auf dem Weg zu ihrem Bräutigam wird Ermingilda jedoch von Maite entführt. Der Raubzug hat allerdings Folgen, die Maite nicht ahnen konnte. Bald schon wird die geschätzte Tochter Ikers zur Gejagten. Sie flieht mit Maite in die Berge. Der junge Konrad, ein Gefolgsmann des Königs, macht sich mit Philibert von Roisel und dem Landstreicherjungen Just auf die Suche nach der entführten „Rose von Asturien“.
Mehrere starke Figuren
Die Rose von Asturien lebt durch eine ganze Reihe von starken Protagonisten. Das Autorenpaar hat darauf verzichtet, eine eigentliche Hauptprotagonistin zu gestalten. Vielmehr baut sich die ganze Geschichte rund um die Fünfergruppe auf. Jeder Protagonist handelt vor einem anderen kulturellen Hintergrund und aus verschiedenen Motiven. Immer mal wieder wird die Gruppe durch die sich überschlagenden Ereignisse auseinander gerissen, um unerwartet wieder zusammen zu finden. Dies, obwohl sich die einzelnen Personen zunächst nicht unbedingt verbunden fühlen. Das Wechselspiel von mehreren starken Figuren prägt den Roman und macht ihn lebendig und spannend.
Sprachlich wenig Neues
Treu geblieben ist sich Iny Lorentz, was die Sprache betrifft. Hier ist wenig Neues zu bemerken, „Die Rose von Asturien“ kommt leichtfüssig daher, solide, aber ohne sprachliche Höhenflüge. Dies hat vor allem vor dem Hintergrund einer Fülle von beteiligten Personen sein Gutes. So liest sich dieses Buch mit seinen 779 flüssig und unterhaltend. Weder übermässige Längen noch kompliziert geschilderte Verflechtungen lassen die Geschichte ins Stocken geraten. Ein Glossar, der die verschiedenen Ausdrücke erklärt, sowie ein umfangreiches Personenregister am Schluss des Buches tun ein Übriges. Wer allerdings mit der Sprache von Iny Lorentz nicht glücklich ist, wird auch an diesem Roman kaum Gefallen finden.
Als Fortsetzungsroman konzipiert?
Der Aufbau des Romans und das Ende lassen vermuten, dass Die Rose von Asturien nicht als Einzelgeschichte stehen bleiben, sondern Folgeromane nach sich ziehen wird. Gekonnt hat das Autorenpaar eine Ausgangslange geschaffen, die den Leser neugierig zurück lässt, welche Schicksale denn nun den Hauptfiguren widerfahren werden.
Alles in Allem bietet Die Rose von Asturien eine gute Mischung von Spannung und historischem Hintergrund, lässt eine bis dato wenig bemühte Geschichte lebendig werden und verspricht – nicht nur eingefleischten Iny Lorentz-Fans – einige Stunden Lesegenuss.
Ihre Meinung zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien«
- Klaus Kröger zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien« 22.09.2011
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Den bisher längsten Roman von Iny Lorentz habe ich mit Vergnügen gelesen. Die Idee, fünf gleichberechtigte Hauptpersonen durch die Handlung zu führen, sorgte für viel Abwechslung und neue Gestaltungsmöglichkeiten, die die Autoren zu nutzen wussten. Allerdings kamen die Mauren etwas zu schlecht weg. Eine freundlichere Person aus diesem Lager hätte dem Roman gutgetan.
Das Verhältnis zwischen Ermengilda und Maite war ebenfalls nicht immer stimmig sondern häufig sprunghaft.
Egal, Der Lesespaß war jedenfalls vorhanden.
- Lara zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien« 20.01.2011
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Hay:)
Bei mir war es mein erster Roman von Iny Lortenz und ich fand ihn ziemlich gut. Ich kann es ja leider nicht mit anderen Büchern von ihr vergleichen. Das Buch hatte zwar nicht sonderlich viele historische Informationen, die handlung jedoch war ganz gut.
Für alle die weniger historisches lesen wollen, dafür aber eine gute geschichte, ist es empfehlens wert.
Lara
- EleonoreVonAquitanien zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien« 17.01.2011
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Mir hat das Buch nicht so gut gefallen. Es war nach demselben Muster geschrieben wie fast alle Lorentz Romane.
Die Charaktere haben keine Tiefe, immer das übliche Gut-Böse Schema und außerdem sehr schlechte Recherche.
Man hätte nur Wikipedia aufmachen müssen, um nachzulesen, dass Ludwig der Fromme einen Zwillingsbruder hatte, im Roman wird aber nur die Geburt eines Sohnes Karl des Grossen erwähnt...und Ludwigs Zwillingsbruder hat noch fast ein Jahr gelebt.
Und König Pippin hatte keine Bastarde, also fand ich es nicht besonders geschickt von dem Autorenpaar, Karl dem Großen einen Halbbruder zu geben, und diesen dann in Roncevalles sterben zu lassen.
Meiner Meinung nach sollte man in Romanen niemals etwas schreiben, das in den Geschichtsbüchern Erwähnung gefunden hätte, wenn es wirklich so geschehen wäre.
Mein Fazit: Finger weg!
Wers nicht liest, hat nix verpasst!
- Laura zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien« 05.06.2010
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Ich habe selbst den Buch gelesen und finde ihn einfach super! Mir gefällt das Buch, da man von Neugierde gefesselt wird. Am meisten gefällt mir Maite, da sie unerschrocken und mutig ist und sehr hart um ihr Leben und ihre Freiheit kämpft. Dabei verfolgt sie in ihre abenteuerliche Reise die Rache am Verräter ihres Vaters, wo sie am Ende erfährt wer es ist und sie dabei zutiefst erschreckt.
- Lena-Sunshine zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien« 21.03.2010
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Der Klappentext war wohl mal wieder als Abschreckung gedacht, aber wenn man diesen Schrecken ersteinmal überwunden hat, wird man positiv überrascht !
Den Charakter der Hauptprotagonistin Maite fand ich sehr gelungen, gerade, weil es keiner der "Durchschnittscharaktäre" war und man sich dennoch in jeder Situation einfühlen konnte.
Für mich waren Zeit und Ort der Handlung ein wenig gewöhnungsbedürftig, zumal die geschichtlichen Verstrickungen nicht leicht nachvollziehbar waren. Hat man die Grundsituation aber ersteinmal verstanden, kann man dem Leitfaden leicht folgen und ist dennoch sehr gespannt auf die nächsten Geschehnisse, Aktionen und Reaktionen.
Ermengildas Rolle blieb für mich bis zum Schluss ein wenig suspekt, hatte aber gerade dadurch auch einen gewissen Reiz, der anderen Büchern des Erfolgsautorenpaars vielleicht fehlt.
Ich halte dieses Buch für sehr empfehlenswert und werde es bei Gelegenheit auch ein zweites Mal lesen.
- arno zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien« 11.03.2010
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Ihr könnt beruhigt das Buch kaufen, ihr braucht Euch auch nicht zu schämen weil Iny Lorentz draufsteht, das ist alles Nebensache. Hauptsache ist das das Buch gefällt und mir hat es gefallen. Ein Buch das 65 Leute gelesen haben kannja nicht ganz ver- kehrt sein. Allein schon das Zeitalter welches sie bedient ist schon was besonderes, da es sonst kaum in Romanen vorkommt Ich gebe dem Buch 85 Punkte.
- Silberfee28 zu »Iny Lorentz: Die Rose von Asturien« 25.10.2009
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Maite wird nach dem Tod ihres Vaters, dem Stammeshäuptling, als Sklavin entführt und soll der schönen Ermengilda, der Rose von Asturien, als Magd dienen. Sie flieht und rächt sich Jahre später bei Ermengilda indem sie jene hübsche junge Frau auf ihrem Brautzug entführt.
Doch das Schicksal der beiden Frauen bleibt dank der widrigen Umstände jener Zeit unteilbar miteinander verbunden. Wie werden die beiden die Situation meistern? Können sie auch ohne einander zu jener Zeit bestehen ?
Ein weiterer Roman aus der Fließbandproduktion Lorentz. Das oder etwas ähnliches muss sich der kundige Leser der Vita von Iny Lorentz nach einem Blick auf dieselbige denken.
Eine gewisse Skepsis was die Qualität des Romans bezogen auf den Kaufpreis angeht macht sich da beim Genre geplagten Leser schon breit.
Aber das soll sich als Irrglaube erweisen. Zwar hat Iny Lorentz schon wesentlich bessere Romane geschrieben aber zu ihren schlechtesten zählt dieser auch nicht.
Die eigentliche Geschichte teilt sich in zwei grobe Haupthandlungen mit diversen Nebenschauplätzen die aber abgesehen von den Personen durchaus übersichtlich sind.
Das wer mit wem und warum erschließt sich dem Leser erst nachdem er das Gott sei Dank umfangreiche Personenregister eingehend studiert und am besten auswendig gelernt hat. Spätestens ab der magischen Marke von Seite 100 hat der Leser ohne Studium des Personenregisters wenig Chancen überhaupt einen Bruchteil der Geschichte zu verstehen.
Eine detaillierte Karte und das umfangreiche Glossar komplettieren die Hilfestellungen der Autorin gegenüber dem Leser. Ob das nun für oder gegen die Autorin spricht mag jeder selber beurteilen.
Die beiden Haupthandlungen grenzen sich auch inhaltlich sehr voneinander ab, wobei die Handlung um die beiden Frauen die deutlich spannendere von beiden ist und wohl am besten dazu geeignet ist den Leser bei Laune zu halten.
In einem dynamischen Wechsel zwischen Spannung erzeugen und Spannung ruinieren schleift die Autorin den Leser durch die Geschichte.
Hätte die Autorin den Leser mit den langatmigen Passagen verschont wären sicherlich weitaus weniger als die tatsächlichen 800 Seiten entstanden.
Das Motiv der Liebe darf natürlich nicht fehlen und wird ausschweifend genutzt an manchen Stellen sogar ein wenig überreizt.
Selbstverständlich bedient Iny Lorentz auch sämtliche Klischees des Mittelalters, wäre ein Roman aus ihrer Feder doch ohne diese sehr unglaubwürdig.
Die Charaktere – gerade der beiden Frauen- sind stark gezeichnet und brillieren durch Authentizität. Auffällig ist ,das ausgehend von den verschiedenen „Gruppen“ einige Charaktere immer wieder hervorgehoben werden, sich innerhalb der Geschichte weiterentwickeln während andere Charaktere der gleichen Gruppe zu Statisten degradiert und nahezu vernachlässigt werden. So wird der Leser zwar mit einer umfangreichen Anzahl an Personen konfrontiert, aber nur wenige entwickeln sich zu handelnden und facettenreichen Charakteren. Das mag den ungeübten Leser doch sehr verwirren muss er doch selber die Spreu vom Weizen trennen.
Fazit : Insgesamt ein solider Roman mit einer guten Story , mit einigen langatmigen Passagen aber durchaus lesenswert. Wer Iny Lorentz kennt kann sich das Buch vorstellen wie eine Mischung aus dem ersten und dem zweiten Teil der Wanderhuren Tetralogie vorstellen .
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