Schnellübersicht der aktuellen Histo-Couch

Das verlorene Kind - Kaspar Hauser von Regine Kölpin

1812. Kaspar kommt als Findelkind in eine arme Köhlerfamilie. Nach dem Tod der Eltern ist er dem Sohn des Köhlers, Emil, im Weg. Der Stiefbruder setzt Kaspar vor einem Herrenhaus aus, wo der Junge aufgezogen und versteckt wird. Da man ihm nach dem Leben trachtet, schafft man ihn an einen anderen Ort. Eines Tages kann er entkommen und begegnet Emil wieder. Der will sich Kaspars nun endgültig entledigen. Was keiner ahnt: Auch von anderer Seite ist Kaspars Leben in Gefahr. "Erzählerische Intensität" bescheinigt Rita Dell'Agnese.

Interview mit Regine Kölpin

"Die Lebenspflückerin" kommt als Musical auf die Bühne! - Die Histo-Couch im Interview mit Regine Kölpin über Kaspar Hauser, Camping und 40-Stunden-Wochen

Historikus vor fünf: Die Winterfrau

Grönland, Mitte des 15. Jahrhunderts. Die Eskimofrau Naaja wird beschuldigt, mit ihren Zauberkräften Unheil über ihr Dorf zu bringen, und wird verstoßen. In der Eiseskälte des tiefsten Winters bedeutet dies den sicheren Tod für sie. Dennoch überlebt Naaja. Und findet einen neuen Mann, den isländischen Jäger Mikjáll, dem sie das Leben rettet. Die richtige Winterlektüre fand Rita Dell'Agnese mit "Die Winterfrau" als Historikus im Januar 2012.

Weitere aktuelle Besprechungen im Januar auf der Histo-Couch:

Kein Toter für den Kirchhof von Mel Starr

Zwei Wochen nach dem Weißen Sonntag des Jahres 1366. An diesem Morgen hatte man bei Cow-Leys Corner Thomas atte Bridge vom Ast einer Eiche hängend gefunden. Alles sieht nach einem Selbstmord aus. Aber Hugh de Singleton hat begründete Zweifel daran und bald auch einen ersten Beweis. Nun ist er verpflichtet, der Sache auf den Grund zu gehen. Thomas atte Bridge war ein übler Zeitgenosse gewesen und viele Menschen in Bampton haben gute Gründe, über sein Ableben nicht allzu betrübt zu sein. "Gut gemacht!" lobt Karin Speck.

» mehr historische Romane aus der Epoche Das Spätmittelalter

Die Ketzer von Jeremiah Pearson

Deutschland, am Beginn der Reformation. Mit letzter Kraft haben Kristina und Witter ihre Häscher abgeschüttelt. Zuflucht finden die beiden Täufer in Giebelstadt, dem Heimatdorf von Lud, der ihnen schon einmal das Leben rettete. Auch hier schlägt ihnen, den "Ketzern", Hass entgegen. Gefahr droht jedoch nicht nur von innerhalb des Dorfes: In Würzburg schmiedet Fürst Konrad Pläne, sich Giebelstadt und seine Ländereien unter den Nagel zu reißen, solange es herrenlos ist. Damit das nicht passiert, begeben Lud und Witter sich auf die gefährliche Reise nach England, um den Erben von Giebelstadt nach Hause zu holen: Florian Geyer, den Mann, der Jahre später zum Helden einer ganzen Region werden wird … "Den richtigen Griff" machte Carsten Jaehner.

» mehr historische Romane aus der Epoche Die Reformation

Elisabetta von Liv Winterberg

1665. Ganz Bologna trauert um die Malerin Elisabetta Sirani. Sie sei vergiftet worden, heißt es von ihrer Magd. Fassungslos ist auch Giovanni Luigi Picinardi, der Elisabetta liebte und an der Aufgabe, die Trauerrede zu verfassen, schier zerbricht. Er taucht ein in Elisabettas Leben und Welt, als Jurist auch in den Mordfall. Und er macht erstaunliche Entdeckungen, die seine Sicht und Wahrnehmung der Dinge entscheidend verändern. "Etwas Besonderes", meint Rita Dell'Agnese.

» mehr historische Romane aus der Epoche Der Absolutismus

Rattenlinien von Martin von Arndt

Europa 1946: Der Kontinent liegt in Schutt und Asche, und einer der entsetzlichsten Hungerwinter des Jahrhunderts wirft seine Schatten voraus. Andreas Eckart, in der Weimarer Republik bei der Berliner Kripo und später in die USA geflohen, wird von einem Spezialkommando der Amerikaner angeheuert, Jagd auf flüchtige Kriegsverbrecher zu machen. Die Spur führt zu einem geheimnisvollen Kloster in den Alpen ... "Ein beeindruckendes Geschichtsbuch" las Jörg Kijanski.

» mehr historische Romane aus der Epoche Die Weltkriege