Heinz Dörsch

Der thüringische Schauspieler, Regisseur und Produzent Heinz Dörsch wuchs in einer Handwerkerfamilie in Wutha auf und kam mehr durch Zufall zur Schauspielerei. Da er schlecht lesen konnte, bekam der Nachhilfe darin und wurde schließlich so gut, dass er schon zu Schülerzeiten die Klassiker von Goethe, Schiller und Shakespeare las. Am Eisenacher Theater wurden jugendliche Schauspieler gesucht, und zu seinem eigenen Erstaunen wurde er genommen und kam so um die Hitlerjugend herum.

Doch sein erstes Engagement dauert nur zwei Wochen, da er doch noch 17jährig im Jahr 1945 kurz vor Kriegsende an die Front berufen wurde. Er geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft, kam aber schon im Juni 1945 wieder frei und ging zurück nach Eisenach. Wiederum zwei Wochen später begann er am dortigen Theater seine Schauspiellaufbahn.

In den folgenden zehn Jahren spielte er an diversen Bühnen in Ost- und Westdeutschland und stellte dann aber fest, dass ihn das Regiefach mehr interessierte, und so wechselte er hinter die Bühne. 1966 bekam er in München Kontakt zu Filmleuten und wechselte hinter die Kamera. 1969 gründete er seine eigene Filmproduktionsfirma. Mit dieser Firma drehte er hauptsächlich Werbefilme, die vielfach preisgekrönt wurden, aber auch Dokumentationen.

Schon als Kind hatte Heinz Dörsch Gedichte geschrieben und mit deren Veröffentlichung Geld verdient und zum Unterhalt der Familie beigetragen. In seiner spärliche Freizeit hat er immer wieder geschrieben, darunter Lyrik, Satiren und Balladen (u.a. für den Simplizissimus), Novellen und Theaterstücke. 2009 erschien sein Roman Und sie reisten ohne Straßen, der in den Nachkriegswochen des Jahres 1945 spielt.

Heinz Dörsch lebte bis 2002 in München und ist nun wieder in Eisenach ansässig und schreibt weiterhin Gedichte.

Historische Romane von Heinz Dörsch: