Die Calvinistin von Erwin, Birgit & Buchhorn, Ulrich

Buchvorstellungund Rezension

Die Calvinistin von Erwin, Birgit & Buchhorn, Ulrich

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „Die Calvinistin“,, 380 Seiten.ISBN 3839221048.

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Kurzgefasst:

März 1618: Während religiöse Spannungen das Land spalten und Kurfürst Friedrich mit der böhmischen Krone liebäugelt, hütet Jakob Liebig ein Geheimnis, das das Schicksal Heidelbergs und der ganzen Kurpfalz verändern kann. Immer tiefer verstrickt er sich in ein gefährliches Spiel aus politischer Ränke und Mord. Bald sind seine einzigen Verbündeten eine junge Frau und der bärbeißige Hauptmann der Stadtwache. Über Glaubensgrenzen hinweg schmieden die drei eine ungewöhnliche Allianz.

Das meint Histo-Couch.de: „Welche Religion, welcher Glaube ist der Richtige?“90Treffer

Rezension von Karin Speck

Heidelberg im Jahre 1618. Im Land wird sich die Frage gestellt, welche Religion die richtige ist. Kurfürst Friedrich V. hat ein Auge auf die böhmische Krone geworfen und in der Stadt geschieht ein Mord. Jakob Liebig, selbst Katholik, reist nach Heidelberg, um seinen alten Freund Matthias Abele zu besuchen, so scheint es jedenfalls. Es steckt aber noch viel mehr hinter seiner Reise. Er ist ein Spion, der alles daran setzt, nicht erkannt zu werden. Sein Freund ist inzwischen verheiratet, und zwar mit Sophie Abele, eine bekennende Calvinistin. Die Ereignisse überschlagen sich und bald ist Jakob auf die Hilfe von Sophie angewiesen. Auch für deren Ehemann steht einiges auf dem Spiel.

Die Angst vor dem drohenden Krieg ist fast greifbar

Das Autorenduo Birgit Erwin und Ulrich Buchhorn haben hier einen spannenden, historischen Krimi abgeliefert. Vor dem Hintergrund des drohenden Krieges lassen sie ihre Protagonisten agieren. Sie habe ihre Spuren so gut verwischt, dass es beim Lesen schon fast schwer fällt, die richtigen Schlüsse zu ziehen, aber so macht Krimi lesen auch Spaß. Erwin und Buchhorn haben gerade die Düsternis des bevorstehenden Krieges gekonnt mit in die Geschichte fließen lassen. Die Angst ist fast greifbar.

Denn nicht nur, dass hier ein Spion sein Unwesen treibt, auch ein Mörder geht um. Aber als wenn es nicht reichen würde, gibt es hier auch noch jede Menge Spannungen zwischen den Protagonisten. Die Glaubensfrage steht zwischen den Menschen. Jakob ist Katholik, Sophie eine Calvinistin und ihr Ehemann Matthias ist von einem Glauben zum anderen gesprungen und steht irgendwo dazwischen. Gerade diese menschlichen Missstimmungen zwischen den Charakteren haben die Autoren wunderbar ausgearbeitet. Aber nicht nur die Hauptprotagonisten machen diese Handlung so rund, auch die Nebenfiguren sind wunderbar ausgearbeitet und zahlreich vertreten.

Politische Details fließen gekonnt in die Geschichte

Der historische Hintergrund ist spürbar gut recherchiert worden. So werden gerade auch die politischen Details gut wiedergegeben. Es sind die Tage vor dem großen Krieg, die Spannungen sind deutlich spürbar. Die Glaubensfrage zieht ihre Grenzen quer durch die Familien und Freunde. Aber trotz des Schreckensgespenstes Krieg, das vor der Tür steht, ist es den Autoren gelungen, eine gute Geschichte zu erzählen. 

Ein ausführliches Nachwort ist ebenso vorhanden wie eine Zeittafel, die die wichtigsten Ereignisse dieser Zeit zusammenfasst.

Guter Spionageroman im 17. Jahrhundert

Die Cavinistin beinhaltet alles, was ein guter Spionageroman braucht. Über Mord, Intrigen und falsche Fährten ist alles dabei. Ein leicht offenes Ende lässt vermuten, dass die Geschichte rund um Sophie, Matthias und Jakob noch nicht zu Ende erzählt ist.

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