Rebellion gegen Rom von Emanuel Speiseder

Buchvorstellungund Rezension

Rebellion gegen Rom von Emanuel Speiseder

Originalausgabe erschienen 2016unter dem Titel „Rebellion gegen Rom“,, 572 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

Was geschah wirklich in jenem September des Jahres 9 nach Christus in den urwüchsigen Auwäldern rechts des Rheins? Wie kam es zu dieser wohl bedeutendsten antiken Schlacht auf deutschem Boden?
Der junge Cherusker Arminius wird fälschlicherweise für den Sohn eines hohen Fürsten gehalten und deshalb zur Ausbildung nach Rom geschickt. Obwohl auf Seiten der Römer kämpfend, fühlt er sich immer noch mit den unterdrückten Cheruskern verbunden. Dann entdeckt er einen germanischen Geheimbund, der die römischen Legionen in eine Falle locken will. Doch auch unter den Germanen lauern römische Spitzel und Verrat ...

Das meint Histo-Couch.de: „Arminius, ein Leben bei den Römern“60

Rezension von Karin Speck

Arminius zieht es als Junge aus seinem Dorf in Germanien. Gemeinsam mit seinem Bruder macht er sich auf den Weg und trifft bald darauf auf ein Heerlager der Römer. Diese halten ihn für einen Fürstensohn und lassen ihm eine dementsprechende Erziehung zukommen. Spannende Jahre folgen für den Jungen aus einfachen Verhältnissen. Später kehrt er mit der römischen Armee in seine Heimat zurück und beschließt die Seiten zu wechseln.

Nicht so fesselnd wie erwartet

Der Roman erzählt aus dem Leben des Cheruskers Arminius, seiner Jugend und seinen Aufstieg in der römischen Armee. Das alles ist interessant zu lesen, aber nicht unbedingt fesselnd. Es ist fast so, als habe der Autor lediglich angelesenes Wissen zwischen die Buchdeckel gebracht. Die eigentliche Schlacht um die Freiheit der Germanen findet erst auf den letzten Seiten statt und wird relativ schnell abgehandelt. Das ist sehr schade, hier hätte so viel mehr entstehen können. Zumal der Klappentext ja eben genau diese Schlacht groß ankündigt. Wenn es denn mal zu Kämpfen kam, hat der Autor sie auch lebhaft beschrieben und der Leser kann sich ein gutes Bild davon machen, wie so eine Schlacht im 1. Jahrhundert ablief. Diese Szenen gab es also zwar, aber eben nicht so wie erwartet.

Arminius trifft gemeinsam mit seinem Bruder bei den Römern ein, dann aber werden sie getrennt. Wie ein roter Faden zieht sich nun die Suche nach dem Bruder durch das Buch. Es ist schon fast nervig zu lesen, wie oft der eigentliche Held nach seinem Bruder sucht und schreit, nur um am Ende festzustellen, dass dieser sich total verändert hat und sein Leben bei den Römern eingerichtet hat. 

Schöne Beschreibungen der Zeit

Speiseder hat allerdings die Umstände der Zeit, das Lager der Römer und vor allem das Leben der Menschen gut eingefangen. Man kann sich vorstellen, wie das Leben damals war. Was es bedeutete, bei den Römern zu leben oder von ihnen erobert zu werden. Trotz dieser vielen Beschreibungen ist es ihm aber nicht gelungen, ein wirklich greifbares, authentisches Bild von Arminius zu zeichnen. Er wird eben nur einseitig als Kämpfer beschrieben. Das eigentliche Leben des Kriegers hat der Autor einfach nicht richtig einfangen können.

Ein klärendes Nachwort gibt es hier auch nicht, nur eine Karte am Ende des Buches ermöglicht dem Leser, die Wege, die Arminius zurückgelegt hat, nachzuverfolgen.

Nette Lesestunden mit einem unterhaltsamen Roman

Rebellion gegen Rom ist ein unterhaltsamer Roman über den Cherusker Arminius. Auch wenn es nicht viel Neues über die Schlacht im Teutoburger Wald zu lesen gab, so sind zumindest nette Lesestunden gegeben.

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