Elisabeth Plessen

Elisabeth Charlotte Marguerite Augusta Gräfin von Plessen, wie sie mit vollständigem Namen heisst, wurde 1944 in Neustadt in Holstein geboren und entstammt der dänisch-holsteinischen Linie Scheel von Plessen des Adelsgeschlechts derer von Plessen. Sie wuchs auf dem elterlichien Gut Sierhagen auf und ging in Plön zur Schule. Später besuchte sie die Elisabeth-von-Thadden-Schule bei Wieblingen, ein Mädcheninternat, in der Nähe von Heidelberg.

Sie studiert Philosophie, Geschichte und Germanistik in Paris und Berlin, wo sie 1970 an der Technischen Universität promovierte. Anschließend unternahm sie Reisen in die Karibik, nach Südamerika und in die Sowjetunion.

Gemeinsam mit Ernst Schnabel übersetzt sie einige Werke Ernest Hemingways und gab 1974 die Erinnerungen Katia Manns heraus, wodurch sie einem breiteren Publikum bekannt wurde. 1976 erschien ihr erster eigener Roman Mittelung an den Adel, der sowohl bei den Lesern als auch bei der Kritik ein großer Erfolg wurde.

Ab 1980 war Elisabeth Plessen mit dem Regisseur Peter Zadek bis zu dessen Tod im Jahr 2009 liiert. Seit dem Beginn der Beziehung verlagerte sich das Schwergewicht ihrer Arbeit auf das Übersetzen und bearbeiten von Bühnenstücken von Autoren wie Shakespeare, Tschechow, Ibsen, Harold Pinter, Tennessee Williams oder August Strindberg, die Grundlage für Inszenierungen von Peter Zadek wurden.

Elisabeth Plessen lebt heute in der Toskana und in Berlin und ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland. Zu ihren Ehrungen gehören der Deutsche Kritikerpersi 1976 und der Droste-Preis der Stadt Meersburg im Jahr 1988.

Historische Romane von Elisabeth Plessen:

Weitere Romane von Elisabeth Plessen:

  • (1976) Mitteilung an den Adel
  • (1984) Stella Polare
  • (1992) Lady Spaghetti
  • (1997) Der Knick
  • (2004) Lina
  • (2004) Das Kavalierhaus
  • (2010) Ida