Die Seidendiebe von Dirk Husemann

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2016unter dem Titel „Die Seidendiebe“,, 432 Seiten.ISBN 3-404-17381-3.

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Kurzgefasst:

Byzanz, A.D. 552: Im Auftrag des Kaisers reisen die Spione Taurus und Olympiodorus ins ferne Asien, um das Geheimnis der Seidenproduktion zu lüften. Tatsächlich gelingt es ihnen, Seidenraupen zu stehlen und in hohlen Wanderstäben zu verstecken. Als buddhistische Mönche verkleidet, versuchen sie, die Beute unbeschadet nach Byzanz zu bringen – achttausend Meilen die Seidenstraße entlang. Doch das Wissen um den kostbaren Stoff hält ganze Völker am Leben, deren Herrscher in Windeseile die Verfolgung aufnehmen. Bald hängt das Leben der beiden Byzantiner und ihrer geheimnisvollen Begleiterin Helian Cui am seidenen Faden ...

Ihre Meinung zu »Dirk Husemann: Die Seidendiebe«

Bodo Temme zu »Dirk Husemann: Die Seidendiebe«14.01.2018
Aufgrund der positiven Bewertungen hier, hatte ich recht hohen Erwartungen an das Buch. Allerdings musste ich mich dann doch eher mühevoll zum Ende durcharbeiten.
Vielleicht war ich ja noch etwas verwöhnt von Oliver Pötsch und seiner Henkerstochter. Aber im Vergleich dazu ähnelte die Spannung manchmal eher dem einer Seidenraupe. Einige Geschehnisse und auch die Handlungsweise von Personen konnte ich zudem nicht nachvollziehen.
Ein für geschichtlich Interessierte sicherlich lesenswerter Roman, aber die Handlung selbst traf nur teilweise meinen Geschmack.
Patrick Wagner zu »Dirk Husemann: Die Seidendiebe«26.10.2017
Ein Buch voll gegensätzlicher Charaktere, die gemeinsam reisen und eine Geschichte, die stetig immer mehr Fahrt aufnimmt...auch hier beweist Husemann seinen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Von A wie Abenteuer bis Z wie Zeremonie ist alles vertreten. Das Ende führt auch in diesem Buch zum großen Show-Down im Stil eines Blockbusters. Besser kann Lesen kaum sein!
speedy208 zu »Dirk Husemann: Die Seidendiebe«23.07.2016
Wow, dass ich mal so eine asiatischen Histo-Roman lesen würde.... Nach "Shogun" und "Taipan" hatte ich echt wenig Lust auf den Osten. Merkwürdigerweise aber zog mich das Buch in den Bann, dass ich es fast in einem Atemzug gelesen habe. Das , was ich vermisst habe, ist allerdings - was man bei weniger authentischen, modernen historischen Romanen immer wieder findet - ein erklärendes Glossar am Ende des Buches. All die exotischen Namen und Plätze, die Personen, Gebirge... Klar, die beiden Karten vorn und hinten waren schon hilfreich, wenngleich ich die Legende erst 5x lesen musste, bis ich begriff, wie was wo bezeichnet ist. Ist aber Pipikram. Entscheidend ist aber, dass ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, einen richtigen historischen Roman zu lesen, wo die Story, die Sprache, die Figuren, die Hintergründe und vor allem der Titel (!) stimmen. Klar, ich hatte mir Dschingis Khan vorgestellt mit Tatarenhut usw., aber herauskam ein "Eastern" - ich bin Western-Fan -, wo ich mir den Hauptdarsteller (Taurus) als John Wayne vorgestellte: ein normannischer Kleiderschrank aus Südosteuropa. Selten packte mich so eine Story. Die Sprache und vor allem die Hintergründe liessen keinen Zweifel am Hintergrund des Autors: jemand, der Frühgeschichte und Archäologie studiert hat, statt einer, dessen Hobby "Kraxeln" oder Wandern oder Reisen ist, und sich einbildet, seine Hobbies mit Schreiben zu verbinden. Dirk Husemann hat mir bewiesen, dass also auch männliche Autoren authentisch (und im richtigen Tempo) schreiben können. Toll. Eigentlich wollte ich nicht, aber jetzt stürze ich mich doch wohl auf den "Elefanten für Karl den Grossen". Mein Fazit: historische Romane hängen vom Hintergrund des Autors ab. Es ist ein Unterschied, ob meine Story exzellent ist und ich mir den Hintergrund mühsam über Google zusammensuchen muss, oder ob ich Geschichte studiert habe oder natürlich in dieser Zeit gelebt habe. Aber hat schon eine Zeitmaschine zuhause? Das ernüchtert mich ein bisschen, schreibe doch auch ich Historisches, leider ohne Studium-Fundament. Aber was soll's. Solche Storys wie dieser Roman -dabei ist er druckfrisch - haben das Zeug zum Beststeller und zur Verfilmung. Auch interessant: das einmal eine Frau ein Bösewicht ist und einer der Helden stirbt. Was mir auch aufgefallen ist: die Story hat die richtige Dosis. Man hat nicht einmal das Gefühl, dass das Lektorat aus dem Umfang des Manuskripts ganze Passagen gestrichen, sprachlich verändert hätte. Die Spannung hält sich bis fast zur letzten Seite. Geschichte wird also lebendig. Toll. Sehr zu empfehlen.
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