Cornelius Ryan

Mit nur drei Romanen wurde der Ire Cornelius Ryan weltberühmt. Geboren 1920 in Dublin, lebte er dort bis zu seinem 20. Lebensjahr und lernte unter anderem Geige an der Irish Academy of Music. 1940 zog er nach London, wo er 1941 zunächst für die Reuters News Agency arbeitete und von 1943 an als Kriegsberichterstatter für den Daily Telegraph schrieb. Zunächst wurde er nur im Luftkrieg in Europa eingesetzt und flog mit der Achten und Neunten U.S. Air Force auf Bombeneinsätzen, bevor er General George Pattons Armee begleitete und von deren Aktivitäten bis zum Ende des Kriegs in Europa berichtete. Anschließend berichtete er 1945 vom Pazifik und wurde der erste Korrespondent des Daily Telegraph in Japan.

1946 ging er nach Jerusalem und übernahm das Büro des Daily Telegraph für den Mittleren Osten. 1947 emigrierte Ryan in die USA, wo er für das Time Magazine und andere Zeitschriften, u.a. Collier‘s, schrieb. 1950 wurde er nach der Heirat mit Kathryn Morgan US-Bürger. Weit beachtet wurde er in dieser Zeit für seine Berichterstattungen über das amerikanische Weltraumprogramm, und so machte er auch Wernher von Braun in Amerika bekannt. 1956 erschienen zwei seiner Artikel, „One Minute to Ditch“ and „Five Desperate Hours in Cabin 56“, die ihm drei nationale Preise einbrachten: den Benjamin Franklin Award, den Overseas Press Club Award, und den University of Illinois Award.

Er verlies Collier‘s und begann, an dem Buch The Longest Day zu schreiben, in dem es um den Tag der Invasion der Alliierten in der Normandie geht. Nach seinem Erscheinen 1959 wurde Ryan schlagartig weltberühmt und das Buch verschaffte ihm weltweites Ansehen. Dafür erhielt er 1959 den Christopher Award für das Beste Buch über ein ausländisches Thema sowie 1962 den Bancarella Prize in Italien. 1962 wurde das Buch mit enormem Staraufgebot verfilmt, und Ryan verfasste selbst das Drehbuch dafür. Nach dem Erfolg mit The Longest Day ging er zu Reader‘s Digest und begann mit der Arbeit an seinem zweiten Buch über den Zweiten Weltkrieg, The Last Battle, das 1965 erschien.

Im Jahr 1970 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert, und er begann mit der Chemotherapie. Trotzdem schrieb er weiter an seinem dritten Roman, A Bridge Too Far. 1973 wurde er Mitglied der französischen Ehrenlegion und im folgenden Jahr erschien schließlich A Bridge Too Far, für das er einen Ehrendoktor für Literatur der Ohio University erhielt. Während einer Lesereise zur Vermarktung des Buches musste er wieder ins Krankenhaus und verstarb am 23. November 1974 an Krebs.
Seine Notizen und Aufnahmen, die er während seiner Krebskrankheit machte, wurden zusammen mit dem Tagebuch seiner Frau unter dem Titel A Private Battle 1976 veröffentlicht. 1977 erschien die Verfilmung von A Bridge Too Far, wieder mit großem Staraufgebot.

Sein Nachlass wird von der Ohio University verwaltet und enthält seine zahlreichen Notizen und Interviews, die er für seine drei Romane gesammelt und erstellt hat, sowie unzählige Artikel, die er für diverse Zeitschriften verfasst hat.

Historische Romane von Cornelius Ryan: