Die Abendröte im Westen von Cormac McCarthy

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Originalausgabe erschienen 1985 unter dem Titel „Blood Meridian, Or the Evening Redness in the West“, deutsche Ausgabe erstmals 1996 , 374 Seiten. ISBN 3-499-22287-6.

Kurzgefasst:

Ein vierzehnjähriger Junge schließt sich einer gewalttätigen Bande von Ex-Soldaten und Abenteurern an. Cormac McCarthy erzählt in seinem Roman über die Indianerkriege und die amerikanische Expansion nach Westen und macht Schluß mit dem Mythos von Freiheit und Abenteuer.  

Ihre Meinung zu »Cormac McCarthy: Die Abendröte im Westen«

Klaus-Günther Beck-Ewerhardy zu »Cormac McCarthy: Die Abendröte im Westen« 28.12.2013
Also, ich habe solche Sprache schon vorher gesehen und leider hat mich die dargestellte Brutalität nicht wirklich überrascht. Manche Menschen sind in bestimmten Situationen und Umgebungen so. Vielleicht deswegen empfand ich das Buch in seiner emotionslos-stakkatohaften Darstellungsweise einfach nur öde und nichtssagend und habe es auf Seite 134 abgebrochen um mir anderen Lesestoff zu suchen.
Samoa zu »Cormac McCarthy: Die Abendröte im Westen« 06.03.2010
Eine Sprachintensität, die erschlägt, eine Wortgewalt, die niederdrückt, eine Brutalität, die verstört und ein Bilderreichtum, der überwältigt – all dies findet sich in diesem grausamen und doch wunderschönen Buch.

Der Schreibstil ist einerseits geprägt durch ein minimalistisches Stakkato: In prägnanten kurzen Sätzen hämmern emotionslos geschilderte Ungeheuerlichkeiten auf den Leser ein.
Demgegenüber stehen halbseitenlange, jagende, atemlose Sätze, eine Aneinanderreihung blutrünstiger Details, so unglaublich, als seien sie einem wirren Fiebertraum entsprungen.

Skalpjäger bei der Arbeit - marodierend ziehen sie durch das öde, karge, unwirtliche Grenzgebiet Mexikos, morden letztlich Feind und Freund, eine Spur aus Blut hinter sich herziehend.

Unterbrochen wird diese bestürzende Raserei durch grossartig gezeichnete Landschaftsbilder, die, als wären sie auf Leinwand gemalt, eindringlicher nicht sein könnten.

Wer auf der Suche nach einer einzigartigen Sprache ist, wer die dabei umso intensiver gezeichnete Grausamkeit ertragen kann, wer einem Autor begegnen möchte, der sein Handwerk meisterhaft beherrscht - dem sei dieses Buch wärmstens anempfohlen. 100°
Marv zu »Cormac McCarthy: Die Abendröte im Westen« 25.12.2009
Die Abendröte im Westen von Cormac McCarthy hebt sich insbesondere sprachlich von vielem ab, was ich bislang gelesen habe. Auf der einen Seite eine fast monotone, unbeteiligte, in einfachen Sätzen formulierte Schilderung eines Jungen, der sich einer Gruppe von Skalpjägern anschließt. Diese ziehen mordend und zerstörend durch die endlosen Landschaften zwischen den USA und Mexiko. Ein wilder Westen, der sich durch Grausamkeit, Verelendung, Tod, Schmutz, Brutalität, Armut und Elend auszeichnet. Auf der anderen Seite werden mit diesen einfachen Sätzen Bilder der Natur und der Landschaft von nahezu poetischer Kraft geschaffen. Während in anderen Romanen die Sonne einfach nur aufgeht, entsteht bei McCarthy ein Panoptikum an Farben, Formen und Analogien. Man spürt förmlich die Hitze, die Trockenheit, den Staub.
Es ist ein grausames Buch, weil die handelnden Akteure es sind, es ist ein schönes Buch weil man sich in den Beschreibungen verlieren kann und es ist ein lesenswertes Buch weil es von einem virtuosen Meister seines Fachs geschrieben wurde.

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