Revolution im Herzen von Claudia Beinert

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2018unter dem Titel „Revolution im Herzen. Die heimliche Liebe des Karl Marx“,, 480 Seiten.ISBN 3-426-65433-4.

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Kurzgefasst:

Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx.
In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben. Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.

Ihre Meinung zu »Claudia Beinert: Revolution im Herzen«

StephanieP zu »Claudia Beinert: Revolution im Herzen«17.04.2018
Helena, auch genannt Lenchen, Demuth arbeitet als Dienstmädchen für die Familie Marx. Sie freundet sich schnell mit der Ehefrau Jenny an und wird kurz darauf auch eine enge Vertraute des Philosophen Karl Marx. Sie ist begeistert und fasziniert von seinen Studien, die sie auch auf ihr eigenes Leben ummünzen kann. Eines Tages verliebt sich Lenchen in Karl Marx und erwartet ein Kind. Doch dadurch gefährdet sie sowohl die Freundschaft zu Jenny als auch das Werk von Karl Marx.

Claudia und Nadja Beinert ist es gelungen einen wirklich fesselnden Roman zu verfassen, der vor allem mit großen und authentischen Gefühlen überzeugen und begeistern kann. Den Schwestern ist es mit ihrem flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten Roman zu verfassen. Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen. Mich konnte das Buch bereits mit der ersten Seite fesseln und mitreißen. Diese Begeisterung hat mich bis zum letzten Satz nicht losgelassen. Dadurch erschien das Buch sehr kurzweilig und lies sich schnell lesen.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Der Leser wird gleich zu Beginn von der Handlung in seinen Bann gezogen. Besonders gelungen finde ich die Verknüpfung der sehr interessanten und gut recherchierten historischen Fakten und den authentischen und liebenswerten Protagonisten.

Die Charaktere sind sehr authentisch und vielschichtig. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem die Hauptprotagonistin Lenchen wuchs mir sofort ans Herz, was zur Folge hatte, dass ich mit ihr mitfiebern und ach immer wieder mitleiden musste. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorinnen viele historische Fakten geschickt in die Handlung einfließen lassen. Dadurch wirkt diese besonders authentisch und konnte mich ergreifen.

„Revolution im Herzen“ wirkt geschichtlich sehr gut und aufwendig recherchiert. Als Leser merkt man sofort, dass alle historischen Fakten Hand und Fuß haben. Geschichtliches Vorwissen ist für das Verständnis des Buches nicht erforderlich. Auch ohne ein solches kann man als Leser sofot in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen.

FAZIT:
„Revolution im Herzen“ konnte mich komplett mitreißen und begeistern. Die Autorinnen haben nicht nur eine fesselnde Geschichte mit gut recherchierten historischen Fakten verfasst, sie können auch große Gefühle transportieren. Aus diesem Grund vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung!
cybergirl zu »Claudia Beinert: Revolution im Herzen«17.04.2018
Das Leben einer starken Frau
„Revolution im Herzen“ ist der neue Historische Roman der Autorinnen Claudia und Nadja Beinert.
In diesem Buch wird die Geschichte von Helena „Lenchen“ Demuth erzählt.
Die Familie ist sehr arm, das Geld das ihre Eltern verdienen reicht kaum zum satt werden.
Nach dem Tod ihres Vaters geht Lenchen im Alter von 9 Jahren von zu Hause weg.
Sie will ihr Glück in Trier versuchen und eine Anstellung als Dienstmädchen finden.
Das Glück ist auch auf ihrer Seite, sie begegnet der Baronesse Jenny von Westphalen und hilft ihr als ein Hund diese bedroht.
Die Baroness nimmt Lenchen auch gleich mit nach Hause um sie ihren Eltern vorzustellen.
Nach langem Bitten gibt die Baronin Lenchen eine Chance.
So nehmen die Dinge ihren Lauf, Lenchen scheint es gut getroffen zu haben. Auch wenn die Baronin sehr streng und unnahbar ist und Lenchen im Alter von 9 Jahren von morgens bis in die Nacht hart arbeiten muss. So etwas kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen aber zu dieser Zeit war das offensichtlich so. Und es gab viele Dienstmägde denen es weitaus schlechter ging.
Das Verhältnis zwischen Lenchen und Jenny von Westphalen war von Anfang an ein besonderes. Mit der Hilfe von Jenny lernte Lenchen Lesen und Schreiben. Lenchen die nie eine Schule besucht hat erschien mir sehr intelligent. Später als sie nach der Heirat von Jenny von Westphalen und Karl Marx von der Baronin in deren Haushalt geschickt wurde entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den zwei Frauen.
Wegen den Revolutionären Gedanken von Karl Marx mussten sie nach Belgien, Frankreich und später nach England auswandern. Auch hier machte es Lenchen wenig Mühe sich schnell zurechtzufinden und die Sprache halbwegs zu lernen.
Ab hier erfährt der Leser auch viel über das Leben und Arbeiten von Karl Marx. Trift auf Friedrich Engels, Freiligrath und Liebknecht um nur einige von Karl Marx Weggefährten zu nennen.
Das Ganze ist sehr gut recherchiert, es gibt einige überlieferte Briefe und belegte Begebenheiten.
Mir scheint es, dass die Geschwister Beinert in diesem Buch sehr nahe an der Realität geblieben sind.
Wie gewohnt ist der Schreibstil der Autorinnen trotz der ganzen historischen Hintergründe sehr fließend. Das Buch habe ich recht schnell gelesen, konnte es zeitweise kaum aus der Hand legen.
Einzig, was mich gestört hast war Lenchens ständige Gedanken an das Schachspiel. Natürlich spielte es eine Rolle in diesem Buch aber alles immer mit einem Schachspiel zu vergleichen oder ständig Gedankenschach zu spielen war mir dann doch etwas zu viel.
Aber dies war für mich auch das einzig negative an diesem sehr interessanten Buch über das Leben von Helena Demuth und Karl Marx.
Für alle Liebhaben historischer Romane sich ein großes Lesevergnügen.
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