Die Heilerin von Canterbury sucht das Auge Gottes von Celia L. Grace

Buchvorstellungund Rezension

Die Heilerin von Canterbury sucht das Auge Gottes von Celia L. Grace

Originalausgabe erschienen 1994unter dem Titel „The Eye of God“,deutsche Ausgabe erstmals 1995ISBN 3-453-88105-2.Übersetzung ins Deutsche von Marion Balkenhol.

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Kurzgefasst:

Kathryn Swinbrooke, Heilerin und Ärztin im Canterbury des 15. Jahrhunderts und Colum, der irische Sonderbeauftragte, sind im Auftrag des Königs auf der Suche nach dem kostbaren „Auge Gottes“, einem Saphir, der in den Wirren des Rosenkriegs für Freundschaft und Treue, aber auch für Bosheit und Verrat steht. Was sie stattdessen finden, sind viele Tote. Alle Zeichen deuten auf eine Intrige der Feinde König Edwards hin und die beiden brauchen all ihren Verstand und Witz und Chaucers berühmtes Versepos The Canterbury Tales, um zu überleben und die Täter zu entlarven. 

Anmerkung: Aktuell ist der Roman nicht als Einzelversion erhältlich. Das Buch, dass Sie oben sehen, enthält die ersten vier Romane der Swinbrooke-Reihe. (Histo-Couch im Juni 2007)

Das meint Histo-Couch.de: „;Gelungene Fortsetzung eines Klassikers“;75

Rezension von Jörg Kijanski

Es ist eine der beiden entscheidenden Schlachten der so genanntena „;Rosenkriege“ zwischen Lancastertreuen und Yorkisten, die Schlacht von Barnet im April 1471. Richard Neville, Graf von Warwick, übergibt kurz vor seinem Tode seinem persönlichem Knappen Brandon einen wertvolles Amulett, das „;Auge Gottes“, welches dieser nach Canterbury bringen soll. Wenig später ist der Krieg vorbei und König Edward beauftragt seinen Getreuen Colum Murtagh das „;Auge Gottes“ zu ihm zurückzubringen. Brandon wurde zwischenzeitlich verhaftet und in die Burg von Canterbury gesperrt, wo er allerdings unter denkwürdigen Umständen starb. Auch sonst ist die Sterbequote recht ordentlich, denn wenig später stirbt auch der Festungskommandant Fletcher unter mysteriösen Umständen, kurz nachdem Murtagh mit Hilfe der Heilerin Kathryn Swinbrooke die Untersuchungen über den Verbleib des Amuletts aufgenommen hat. War es womöglich Selbstmord und stand dieser in Zusammenhang mit der Flucht des Gefangenen Sparrows, einem Zellennachbarn von Brandon?

„;Also habt Ihr einen Gefangenen, der aus heiterem Himmel starb. Einen anderen, der ebenso überraschend entkam und einen Festungskommandanten, dem man einen Schlag auf den Hinterkopf versetzt und vom Turm geworfen hat?

Fragen über Fragen. Warum interessiert sich der König für das Amulett und warum ausgerechnet jetzt? Welche Ziele verfolgt Richard von Gloucester, der Bruder des Königs? Und als wären die Probleme nicht schon groß genug, wird Murtagh einmal mehr von den “;Bluthunden von Ulster„ gejagt …

Gelungene Fortsetzung eines großen Debütromans

“;Die Heilerin von Canterbury sucht das Auge Gottes„ setzt nahezu übergangslos den Debütroman “;Die Heilerin von Canterbury" fort und so gibt es ein Wiedersehen mit vielen lieb gewonnenen Charakteren: die hasserfüllte Witwe Gumple, der Stadtschreiber Luberon, Wuf (nein, kein Hund!), die Spülmagd Agnes und natürlich (der heimliche Star der Serie?) die dralle, deftig-derbe redselige Amme Thomasina, die noch immer ein ungeklärtes Verhältnis zu Colum Murtagh hat.

Wie sah der König aus, Herrin? Ist er wirklich so groß, wie man sagt? Ist er hübsch? Hat er stämmige Beine? Alle Männer, die gut im Bett sind, haben stämmige Beine. [...] Und warum hat man mich nicht reingelassen? Warum will der König keine ordentliche Engländerin sehen, wenn er schon so eine Vorliebe für arschgesichtige Iren an den Tag legt?

Einmal mehr erhält der Leser einen interessanten Einblick in das Leben im Mittelalter, die „;Rolle der Frau“ und die Arbeit einer Ärztin. Erneut werden wundersame Mixturen von Heilpflanzen zusammengerüht, dass einem mitunter der Atem stockt. Allerdings wurden die Arzneien aus einem mittelalterlichen Kräuterbuch genommen. Überhaupt besticht die Serie um die Heilerin Kathryn Swinbrooke durch ihre historisch korrekte Recherche. Kein Wunder, verbirgt sich hinter dem Pseudonym „;Celia L. Grace“ kein Geringerer als Paul Doherty, vielen Leserinnen und Lesern vermutlich besser bekannt als Paul Harding. Vielleicht aber auch als Michael Clynes, Anna Apostolou oder Ann Dukthas. Der Mann hat halt viele Leben …

Vieles könnte hier noch erzählt werden, jedoch wäre dies eine Wiederholung der Rezension des Debütromans, auf die an dieser Stelle verwiesen werden soll. Festzuhalten bleibt, dass der Roman für geschichtsinteressierte Leser durchaus empfehlenswert ist, allerdings sollte zum besseren Verständnis die Reihenfolge der Romane beachtet werden.

Ihre Meinung zu »Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury sucht das Auge Gottes«

M-L Bakhaus zu »Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury sucht das Auge Gottes«13.09.2009
Wieder einmal taucht der Leser in das mittelalterliche Canterbury ein und erlebt ein weiteres Abenteuer von Kathryn und Colum. Dieser Teil der englischen Geschichte- die Rosenkriege- sind mir nicht so geläufig, aber trotzdem kann man der Geschichte folgen. Auch die Nebenfiguren, Tomasina, Agnes, Wuff und der Schreiber werden liebevoll beschrieben und man fragt sich mit Kathryn: Ist sie nun Witwe oder wird irgendwann ihr Mann auftauchen? Kathryn ist eine sehr kluge und gebildete Frau mit viel Lebenserfahrung, die in dieser von Männer dominierten Welt ihren Platz einnimmt . ich bin gespannt wie die Reihe weitergehen wird.
Krimi-Tina zu »Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury sucht das Auge Gottes«13.07.2009
Die Ärztin Kathrin Swinbrooke und der Sonderbeauftrage des Königs, der Ire Colum Murtagh, werden beauftragt ein Amulett mit dem Namen „Das Auge Gottes“ zu finden, das nach der Schlacht von Barnet verschwunden ist. Und sie sind nicht die einzigen, die hinter dem Schmuckstück her sind.
Celia L.Grace ist ein eins der Pseudonyme des Historikers Paul Doherty. So erwartet uns auch mit diesem Buch ein historisch genaues Bild Englands zur Zeit der Rosenkriege, garniert mit einer Krimi-Story.
Und wie wohl ich diese historische Präzision durchaus schätze, hatte ich in diesem Buch anfangs meine Mühe damit. Zu viele, für die Handlung irrelevante Namen, die der richtigen Seite (Yorkisten oder Lancasterianer) zuzuordnen ich irgendwann aufgab. Das mag aber natürlich auch an meiner zugegebenermaßen weitgehenden Unkenntnis dieser geschichtlichen Periode liegen.
Ansonsten aber ein farbiges, detailreiches und lebendiges Bild der Verhältnisse der damaligen Zeit, garniert mit einem fast schon klassisch zu nennen Whodunit, ein Locked Room Mystery inbegriffen.
Die unter dem Pseudonym Paul Harding erschienen Romane gefallen mir persönlich zwar besser. Aber auch diese Serie steht qualitativ deutlich über den vielen pseudohistorischen Krimis die auf dem Markt verfügbar sind. Für Liebhaber des Genres auf jeden Fall eine Empfehlung.
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