Buch des Jahres 2017 – Shortlist der Redaktion

Das sind die nominierten Titel der Histo-Couch Redaktion für das „Buch des Jahres 2017“. Am 15. Februar 2018 präsentieren wir den Gewinner.

Buch des Jahres 2017

Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum

JahrhunderttraumIm Jahr 1891 ist eine neue Generation der Familie von Briest herangewachsen. Moritz und Antonie sind ins gesetzte Alter gekommen, aber ihre Kinder Otto, Levin und Amalie stehen an der Schwelle zum Erwachsenenleben. Da verunglücken die Großeltern Paul und Louise Baermann tödlich bei einem Eisenbahnunglück in der Schweiz. In die tiefe Trauer der Familie von Briest schleichen sich jedoch Zweifel, als Edgar Trönicke, der alte Freund der Familie, von einem geheimnisvollen Auftrag berichtet, für den Paul Baermann in der Schweiz recherchierte. Als Edgar die Befürchtung äußert, Paul und Louise könnten einem Mordanschlag zum Opfer gefallen sein, bittet ihn Pauls Sohn Moritz, weitere Nachforschungen anzustellen. Moritz ist inzwischen ein angesehener Ingenieur bei Siemens & Halske. Seit Jahren reist er mit seiner Frau Antonie und den Kindern um die Welt. Demnächst soll er mit seiner Familie nach Chicago gehen.

Rebecca Gablé: Die fremde Königin

Die fremde Königin951 n. Chr. Der junge Gaidemar ist Panzerreiter in der Reiterlegion von König Otto I. und bekommt den Auftrag, die junge italienische Königin Adelheid aus italienischer Gefangenschaft in Garda zu befreien. Adelheid hat schon gut vorgearbeitet und so gelingt die Flucht, während der sich Gaidemar in sie verliebt. Doch sie heiratet Otto und wird somit zur Königin, auch wenn sie es zunächst an ihrem neuen Hof in Magdeburg nicht leicht hat. Doch mit klugen Ideen beeindruckt sie bald nicht nur ihren Mann, sondern auch sein Gefolge und das Volk, und wird sie schnell beliebt.

Tanja Kinkel: Grimms Morde

Grimms MordeEigentlich will Jacob Grimm nur Volksgut bewahren. Doch dann rücken die beiden Märchenbücher der Gebrüder Grimm im Frühjahr 1821 unvermittelt in den Fokus einer Mordermittlung. Die Leiche einer Mätresse des alten Kurfürsten weist just die Verletzungen und Entstellungen auf, die in dem Märchen „Die drei schwarzen Prinzessinnen“ auf. Die Polizei forscht nach dem Urheber des Märchens. Doch just diese Geschichte haben Jacob und Wilhelm Grimm nicht etwa aus dem gewöhnlichen Volk erhalten, sondern von den beiden Fräuleins von Droste zu Hülshoff, also zwei Adligen aus dem fernen Münster. Um sich nicht als Betrüger entlarven zu müssen und seine ohnehin fragile Stellung als Bibliothekar des neuen Kurfürsten zu verlieren, schweigt sich Jacob über die Herkunft des Märchens aus.

Mac P. Lorne: Der Herr der Bogenschützen

Der Herr der BogenschützenVom enteigneten Sohn eines Verschwörers zum Kommandanten der englischen Langbogenschützen: John Holland, der spätere Duke of Exeter, ist eine schillernde Figur im 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Man lässt uns seine Ausbildung bei den walisischen Bogenschützen ebenso hautnah miterleben wie seine Kriegsgefangenschaft und sein mehrfaches Aufeinandertreffen mit einer verblendeten und fanatischen jungen Frau, die einmal als Jeanne d’Arc in die Geschichte eingehen soll und der es gelingt, einen fast beendeten Krieg wieder aufflammen zu lassen und deren Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen er am Ende nicht verhindern kann, obwohl er ahnt, dass so eine Märtyrerin geschaffen wird …

Melanie Metzenthin: Im Lautlosen

Im LautlosenHamburg, 1926: An der noch jungen Universität der Hansestadt gehören Richard und Paula zu den begabtesten Medizinstudenten ihres Jahrgangs. Sie beide verbindet mehr als nur die Leidenschaft für den Arztberuf sie verlieben sich unsterblich ineinander. Als nach ihrer Heirat die Zwillinge Emilia und Georg geboren werden, ist ihr Glück komplett, auch wenn der kleine Georg gehörlos ist. Doch dann ergreifen die Nationalsozialisten die Macht und das Leben der jungen Familie ändert sich von Grund auf. Richard, der inzwischen als Psychiater in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn arbeitet, kann sich mit der menschenverachtenden Gesetzgebung der Nazis nicht arrangieren, von der auch sein gehörloser Sohn betroffenen ist. Um seine Patienten vor der Euthanasie zu bewahren, erstellt er fortan falsche Gutachten. Damit nimmt er ein großes Wagnis auf sich, das nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Familie bedroht …

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