Die Hüterin der Quelle von Brigitte Riebe
Buchvorstellung
Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel „Die Hüterin der Quelle“, , 543 Seiten. ISBN 3-453-29004-6.
Kurzgefasst:
Das 17. Jahrhundert – die Welt gerät aus den Fugen
Bamberg 1626. Der alte Weihbischof versetzt die einst friedliebenden Bürger der Stadt mit seinem Hexenwahn in Angst und Schrecken. Als Marie Sternens Ehe kinderlos bleibt, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an Ava, eine geheimnisvolle, schöne Frau, von der man sagt, sie verwandle sich in klaren Mondnächten in ein Otterweibchen. Doch Ava kann nicht helfen, denn auch sie liebt Maries Mann, heimlich und verzweifelt. Noch ahnt niemand in Bamberg, dass das kommende Unheil seinen Anfang nahm in Avas Haus.
Ihre Meinung zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle«
- Jo zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 22.03.2008
-
Hat mich begeistert, gefesselt, gerührt - und sehr nachdenklich gemacht. Ich lebe in Wprzburg, der "Schwesternstaft" zu Bamberg, wo ungefähr zeitglich auch so schreckliche Hexenjagden passiert sind. Zu was sind wir Menschen eigentlich fähig, damals wie heute?
Fand es sagenhaft gut und behutsam erzählt, nicht nur die beiden "Heldinnen" Ava und Marie, sondern auch die bezaubernde Kinderbande, deren Nöte mir ganz besonders nah gingen. Was ein Glück, dass man am Ende aufatmen kann - dankeschön an die Autorin!
- Meline zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 22.01.2008
-
Diesen Roman hab ich verschlungen, so gut fand ich ihn. Enmdlich einmal eine ganz andere "Hexengeschichte", die zeigt, wie Angst und Misstrauen langsam in die Stadt Bamberg einsickern und die Menschen vergiften. Toll, dass man all das barocke Leben in seinem üppigen Aufbrausen, aber auch in all seiner Vanitas riechen, fühlen und schmecken kann. Besonders gut gefallen hat mir die Kinderbande, die mich an die Abenteuer der "Roten Zora" erinnert hat, die ich in meiner Jugend geliebt habe.
Und danke für den - trotz aller Schrecken - tröstlichen Schluss.
- Richard zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 02.11.2007
-
Habt sich wunderbar vom Einheitsbrei der gängigen Hexenromane ab, weil es zeigt, wie Angst und Verfolgungswahn sich nach und nach in den Köpfen einer ganzen Stadt einnisten können. Zwei starken Frauen gelingt es schließlich, Eifersucht und Egoismus über Bord zu werfen und in einer klugen gemeinsamen Aktion das Wichtigste zu retten, was wir besitzen: unser Leben.
Ein wundervolle Geschichte vom Überleben - nicht vom verbrennen -, die mich sehr nachdenklich gemacht hat.
- Lilith-Marie zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 04.08.2007
-
hab den Roman von der ersten bis zur letzten Seite genossen, weil er ein so schwieriges Thema sensibel und ergreifend behandelt. Besonders berührt haben mich die Schilderungen der Kinderbande, die mich an mein einstiges Lieblingsbuch "Die rote Zora" erinnert haben, wenngleich versetzt in ein dunkles Zeitalter ohne Gnade. Toll auch die beiden "Heldinnen" Ava und Marie Sternen, die im Moment der Gefahr rechtzeitig begreifen, was wirklich wichtig ist.
Schönes Beispiel f. uns Frauen!
- Marlies zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 04.06.2007
-
Spitzenbuch- hat mich ganz in seinen Bann gezogen und mir gezeigt, wie die Hexenverfolung im Barock (nicht Mittelalter!) wirklich funktioniert hat. Tolle Charaktere, niemals schlichtes Schwarzweiß, dafür eine vielschichtige, immer wieder überraschende story: mein persönlicher Favorit!
- Ellen zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 25.05.2007
-
Berührend, leise und stark zugleich- der ganz andere Roman über die Hexenverfolgung mit tollen Frauengestalten, einer pfiffigen Kinderbande und einem Ende, das sich wohltuend von den geschilderten Gräueldarstellungen anderer Bücher unterscheidet!
Lesen und genießen!!!
- Bille zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 19.05.2007
-
Hat mir prima gefallen, mir über vieles, was die Hexenverfolgung betrifft, erst richtig die Augen geöffnet und mich an vielen Stellen sehr gerührt. War das eine schwere Zeit f. die Menschen damals, nicht nur das Mittelalter, wie alle glauben, sondern der scheinbar so pralle, reiche Barock.
Als ich klein war, war "Die rote Zora" mein Lieblingsbuch, heute ist es "Die Hüterin der Quelle" von Brigitte Riebe.
- Babsi zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 25.04.2007
-
Mein neuer Lieblingsroman! So spannend und schlüssig hab ich das schreckliche Thema Hexenverfolgung noch nie präsentiert bekommen. Ich mochte die starken Frauengestalten Ava und auch Marie - aber nicht minder fesselnd waren die interessanten und ungewöhnlichen Männerfiguren, die anderswo leider oft zu bloßen Abziehbildchen werden.
Diese Lektüre nach Lust auf mehr!
- Sabina zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 20.03.2007
-
Aus der Fülle der Romane über Hexenverfolgung sticht dieser Roman für mich heraus. Immer tiefer konnte ich als Leserin hinter die Fassaden der barocken Stadt blicken; immer spannender wurde die Handlung, oftmals einem Krimi gleich. Einfühlsame beschriebene Charaktere zeigen das ganze Spektrum des Menschseins - alle unsere Größen und Schwächen, unsere Ängste und Hoffnungen. Da gibt es kein einfaches Gut und Böse, kein simples Schwezweiß - wie ungemein wohltuend!
"Die Hüterin der Quelle": für mich ein Roman, der sich aus der menge abhebt und es wirklich verdient, gelesen zu werden!
- Maren Strausberg zu »Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle« 06.03.2007
-
Endlich einmal ein ganz anderer Hexenroman, der am Beispiel des barocken Bambergs den Wahn einer ganzen Stadt beschreibt. Dazu zwei starke Frauengestalten, erst Konkurrentinnen um den Krippenschnitzer Veit, im richtigen Moment aber listige Verbündete, die das Schlimmste abwenden.
Dazu wunderbar erzählte Kinderfiguren, sensibel und berührend - bin tief in das Geschehen eingestiegen, hab aber auch jede Menge an Historie dazugelernt.


