Sharpes Weihnacht von Bernard Cornwell

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Sharpe's Christmas“,deutsche Ausgabe erstmals 2012, 144 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Rainer Schumacher.

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Kurzgefasst:

Die beiden legendären Weihnachtserzählungen: Die erste Erzählung, Sharpes Weihnacht, spielt an Weihnachten des Jahres 1813 an der spanisch-französischen Grenze. Richard Sharpe trifft einen alten Freund aus Indien wieder, doch diesmal stehen sie sich als Feinde gegenüber. In der zweiten Erzählung, Sharpes Lösegeld, bekommt Sharpe es an Heiligabend des Jahres 1815 mit einem ganz persönlichen Fall zu tun: der Entführung seiner Frau.

Das meint Histo-Couch.de: „Besinnlichkeit in Krieg und Frieden!“93Treffer

Rezension von Christina Wohlgemuth

Spanien, Weihnachten 1813: die französischen Besatzer sind nahezu vollständig aus Spanien vertrieben. Doch eine letzte Truppe der französischen Armee hart an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien aus. Als sich eine Fluchtaktion andeutet, muss Major Sharpe gemeinsam mit seinen Männern verhindern, dass die Soldaten heimkehren. Auf französischer Seite versucht ein alter Bekannter, einen letzten kleinen Sieg davonzutagen …

Normandie, Weihnachten 1815: nach der Schlacht bei Waterloo hat sich Richard Sharpe mit seiner Liebsten niedergelassen. Doch der Frieden ist trügerisch: als Engländer hat Sharpe in der kleinen Gemeinde keine Freunde. Am Weihnachtstag holt ihn die Vergangenheit ein …

Klein, aber fein

Sharpes Weihnacht enthält zwei Kurzgeschichten, die der Schriftsteller seinerzeit in einer britischen Zeitung veröffentlichte. Die Geschichten spielen sich auf nicht einmal hundert Seiten ab, sind aber für den geneigten Sharpe-Leser eine wahre Freude. Die erste Geschichte, die 1813 an der französisch-spanischen Grenze spielt und zunächst so ganz und gar unweihnachtlich daher kommt, zeigt, dass manchmal auch der Krieg vor Weihnachten zurücktreten muss. Die Rückkehr von altbekannten Charakteren aus vergangenen Sharpe-Romanen machen die Geschichte für echte Fans zu einem Leckerbissen.

Die zweite Geschichte ist auf den ersten Blick untypisch – denn sie spielt in Friedenszeiten. Doch Sharpe wäre nicht Sharpe, wenn ihn das Abenteuer nicht auch bis hierhin verfolgen würde, auch hier in Gestalt der Vergangenheit. Es ist schön, festzustellen, dass der von vielen als blutrünstig verschrieene Cornwell hier auch eine harmonische und besinnliche Seite seiner Schreibe präsentieren kann. Dies gelingt ihm gewohnt unterhaltsam und kurzweilig.

Für Neulinge nur bedingt zu empfehlen

Sharpes Weihnacht steht ein wenig außer der Reihe und berichtet in großem Umfang von vergangenen Abenteuern. Die Geschichten sind zwar auch ohne Vorkenntnisse verständlich: wirklich genießen kann man sie allerdings nur, wenn man die Romane, auf die Cornwell Bezug nimmt, kennt. Viele Anspielungen, die gerade den Charme der beiden Kurzgeschichten ausmachen, gehen daher bei dem unwissenden Leser verloren. Es empfiehlt sich also, Sharpes Weihnacht erst dann zu lesen, wenn man die anderen Romane rund um Richard Sharpe gelesen hat.

Ihre Meinung zu »Bernard Cornwell: Sharpes Weihnacht«

M.Reinsch zu »Bernard Cornwell: Sharpes Weihnacht«16.11.2013
Das "Büchlein" beinhaltet die beiden "Weihnachtsgeschichten, die Bernhard Cornwell für die "Daily Mail" geschrieben hatte.
Im Grenzgebiet zwischen Spanien und Frankreich, des Jahres 1813, spielt die Erste. Dort wird Sharps Truppe ausgesandt, die aus Spanien abziehenden französischen Truppen gefangen zu nehmen - nur das der Kommandant der Franzosen ein alter Freund aus Indien ist ...
In der Normandie im Jahre 1815 spielt die zweite "Weihnachtsgeschichte". In dem Glauben, Sharpe hätte das von Napoleon erbeutete Gold in seinem Haus versteckt, nehmen ein paar "Husaren seine Familie als Geiseln um es ihm abzupressen! Doch Richard Sharpe weis auch in Friedenszeiten dem Feind zu begegnen ...
Die erste Geschichte ist ein typische Husarenstück, Ala Sharp! Und doch lernt man ein wenig mehr von ihm kennen - seien "Wandlungsfähigkeit". Bei der zweiten Geschichte hat Cornwell seinen Helden ein Heim und Familie geschenkt (Begin in "Sharpes Rache"). Hier beweist sich der "alte Haudegen" endlich einmal von einer ganz neuen Seite, mit List und Menschenverstand besiegt er nicht nur Feinde, sondern macht sich auch neue Freunde!
Fazit: Nette kleine Geschichten, mit einem geringen Bezug auf Weihnachten. Weniger brutal als andere Sharp-Romane.
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