Das Gold der Raben von Andrea Schacht

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „Das Gold der Raben“,, 384 Seiten.ISBN 3734101549.

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Kurzgefasst:

Als sei der Fund eines toten Säuglings nicht schrecklich genug, erkennt Myntha rasch, dass diese Angelegenheit noch nicht beendet ist. Denn ihr Vater, der Fährmann Reemt, scheint mehr darüber zu wissen, doch er schweigt beharrlich. Währenddessen steht die Hochzeit ihres Bruders mit ihrer besten Freundin kurz bevor, und auch ihre eigene Verlobung nähert sich. Da werden schwere Anschuldigungen gegen ihren Vater erhoben, und für Myntha rückt alles andere in den Hintergrund. Sie muss zuerst ihrem Vater beistehen und beginnt, Fragen zu stellen ...

Das meint Histo-Couch.de: „Leider etwas schwächer als die Vorgänger“70

Rezension von Karin Speck

Das Leben der Fährmannsfamilie van Huysen geht weiter. Während der eine Bruder endlich eine Braut gefunden hat und die Hochzeit kurz bevorsteht, hofft Myntha immer noch, dass auch sie bald Verlobung feiern darf. Dann wird ein Säugling tot aufgefunden und der Fährmann Reemt van Huysen scheint in die Sache verwickelt zu sein. Aber statt zu reden, schweigt er beharrlich. Myntha versucht alles, um herauszufinden, was hier eigentlich los ist.

Es fehlt ein wenig der Schwung

Bei diesem Band handelt es sich um den dritten Teil über die Fährmannstochter Myntha. Diesmal versucht sie aufzuklären, was es mit dem toten Säugling auf sich hat und wie ihr Vater in die Sache verstrickt ist. Eigentlich auch ein spannender Fall, aber irgendwie scheint die Geschichte nur so ein bisschen vor sich hin zu plätschern. Es fehlt einfach an Spannung. Auch wird hier wieder ausführlich erzählt, wie sehr sie sich einen Verlobten wünscht. Sie hat ja einen Kandidaten an der Hand, aber irgendwie will es nicht so recht vorangehen. Auf Dauer ist es einfach langweilig zu lesen, dass es hier immer wieder andere Gründe gibt, warum die Verlobung nicht zustande kommt. Für den Leser ist auch ersichtlich warum, schließlich ist da noch der Rabenmeister Frederic Bowman. Auch wenn die Zwei immerzu streiten, wenn sie sich sehen, ist doch zu spüren, dass da zwischen ihnen viel mehr ist. Hier sollte Frau Schacht vielleicht ein bisschen mehr in die Tiefe gehen und die zwei zusammenbringen, denn auf Dauer ist es einfach anstrengend zu lesen, warum es nicht klappt und eben auch die andere Beziehung nicht vorankommt.

Dieser Geschichte fehlt der Schwung aus den Vorgängern, auch wenn es sich natürlich wunderbar lesen lässt. An dem Erzählstil ist eben nichts auszusetzen. Die Autorin nimmt ihre Leser locker, leicht mit ins Mittelalter und erzählt von dem Leben in dieser Zeit. Trotzdem bleibt das Gefühl, es handele sich hier nur um einen Lückenfüller, damit auch diese Reihe ihre fünf Bände bekommt.

Leichte Unterhaltung für zwischendurch

Das Gold der Raben ist leichte Unterhaltung für zwischendurch, erzählt aus dem Leben der einfachen Leute im Mittelalter, von ihrem schweren Alltag genauso wie von ihren Träumen. Auch wenn dieser Teil ein wenig schwächer ist als die Vorgänger, haben gerade die Leser dieser Reihe sicherlich Spaß daran. Die Frage nach dem toten Säugling und auch einige andere werden natürlich geklärt, die Frage nach der Zukunft Mynthas bleibt weiterhin offen und findet vermutlich in den nächsten Bänden ihren Abschluss. 

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