Amin Maalouf

Der libanesische Schriftsteller Amin Maalouf wurde 1949 in der Nähe von Beirut geboren und kann eine komplizierten Ahnenreihe vorweisen. Seine Mutter entstammt einer maronitischen, sein Vater stammt aus einer melkitischen Familie mit Verbindungen zum bedeutenden arabischen Stamm der Maalouf. Zudem finden sich unter seinen Vorfahren ein presbyterianischer Prediger und ein katholischer Priester.

Er wuchs im Libanon auf und besuchte eine Jesuitenschule. Anschließend studierte er Soziologie an der Université Saint-Joseph in Beirut. Nach dem Studium arbeitete er als Journalist und war Redakteur bei der arabischen Tageszeitung An-Nahar.

Zu Beginn des libanesischen Bürgerkriegs emigrierte er 1976 über Zypern nach Paris. In den folgenden Jahren war er Redakteur und Chefredakteur der Zeitschrift Jeune Afrique und bereiste hierfür auch unzählige Länder, um beispielsweise aus Vietnamm, Indien oder über den Iran-Irak-Krieg zu berichten.

1985 beschloss er, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Im Jahr darauf erschien sein erster Roman Leon L’Africain (dt. Der Geograph des Papstes bzw. Leo Africanus). Zu seinen weiteren Romanen, die meist ins Genre historischer Romane gehören, zählt Le Rocher de Tanios (dt. Der Felsen des Tanios) von 1993, für den er im selben Jahr auch den Prix Goncourt erhielt. 2010 wurde Maalouf mit dem Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Literatur ausgezeichnet.

Neben seinen Romanen und Essays hat er auch zwei Opernlibretti für die finnische Komponisten Kaija Saariaho verfasst: Die Oper L´Amour de loin wurde 2000 in Salzburg uraufgeführt, Adriana hatte ihre Weltpremiere 2006 in Paris.

Amin Maalouf lebt und arbeitet in Paris.

Historische Romane von Amin Maalouf:

Weitere Romane von Amin Maalouf:

  • (1992) Das erste Jahrhundert nach Béatrice (auch unter Die Wiederkehr des Skarabäus erschienen)
    Le premier siècle après Béatrice
  • (1998) Mörderische Identitäten
    Les identités meurtrières
  • (2004) Die Spur des Patriarchen
    Origines

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